Mittwoch 01.02.2012
Nun bin ich endlich soweit und kann Euch den Geburtstagsbericht zur Weltraum Party vorstellen!

Am Donnerstag wurde Hannah 8 Jahre alt. Und wie das zu Geburtstagen bei uns üblich ist, war der Tisch gedeckt und mit den Geschenken und Luftballons feierlich geschmückt.

Das Geburtstagsshirt (*winke* an Doreen) lag bereit und nachdem alle Kerzen ausgepustet waren, durfte Hannah die Geschenke auspacken. Wer genau hinschaut, sieht, wie ich das Problem des fehlenden Geburtstagszugtieres gelöst habe! ;-)

Ebenfalls von Lena heiß begehrt, war der Blechdosenroboterkäfer, aber auch diverse Puzzelbälle (Globus & alle Planeten unseres Sonnensystems) kamen gut an.

Zur Schule nahm Hannah - passend zum Thema der Party - die bereits vorgestellten Alien-Muffins mit.

Den Rest des Tages verbrachten wir ganz gemütlich mit weiteren Vorbereitungen, denn damit die längste Freundin, die nun in Wuppertal wohnt, mitfeiern kann, haben wir die Party auf Freitag verschoben.

Als Tischdecke diente dieses Mal ein großes Stück blauer Stoff mit goldenen Sternen und auch sonst wurde viel mit blauem und silbergrauem Stoff verhängt. Papiersternchen aufpappen, fertig! Da die Party ja unter dem Motto "Flug mit Hannah 8" stand, habe ich aus einer Abdeckfolie für PKW-Frontscheiben eine spacige Atmosphäre übers Küchensofa gezaubert.

Auf einer Arbeitsfläche der Küche stand der Globus und am Fenster flogen selbstgebastelte Raketen am Mond vorbei, auf dem ein Alien stand. Die Küchenschränke wurden ebenfalls mit Raumfahrer, Aliens, Raketen und Sternen verziert und über der Theke flog sogar ein echtes Ufo (aus einer silbernen Schüssel und reichlich Alufolie).

Auf dem Tisch warteten Milky Way (so offensichtlich!) und diese brausegefüllten Ufos auf die Kinder. Dazu lag für jedes Kind ein Leucht-Alien bereit und auf dem Teller gab es Brausestangen und die obligatorischen selbst gebastelten Serviertenringe - dieses Mal im NASA Design. Als besonderes Gimmick gab es schlichte Flaschen mit Drehverschluss, Nasa Logo und Namen beschriftet, die immer wieder nachgefüllt wurden und am Ende auch mitgenommen werden durften.

Sehr beliebt im Laufe der Feier war auch der Alien, der eigentlich nur als Deko dienen sollte, aber von den Kindern als Boxsack benutzt wurde. Er ist ganz einfach herzustellen: Ein grauer Kleidersack wird mit kleinen Kissen gefüllt und augehängt. Obendrauf einen silbernen Luftballon mit Mandelaugen und wer mag, malt noch Alienhände auf den Kleidersack.

Über dem Tisch - und darauf bin ich besonders stolz - schwebten Planeten aus Styroporkugeln gebastelt. Ich kann ja überhaupt nicht zeichnen, aber jeder, der auf dieses Detail geachtet hat, hat die Erde erkannt! ;-)

Die Gäste kamen pünktlich und der Einladung entsprechend auch verkleidet. Unglaublich, wie viel Mühe sich die Kinder (und Eltern) gemacht haben: Da wurden Rettungsdecken zu kleidsamen Umhängen, Feuerwehr- und Fahrradhelme zu Teilen von Raumanzügen und meterweise Alufolie und Kartons machten sich als Roboterköpfe ebenso gut wie als Roboterrock! Es kamen Aliens mit vier Augen und vielen silberumwickelten Zöpfen, Saturn und Sterne wurden kunstvoll ins Gesicht gemalt und sogar Details wie grünen Nagellack konnte man entdecken!

Hannah kam als Raumfahrer mit echtem Raketenrucksack zur Party und für Lena stand schon früh fest, dass sie ein freundliches, grünes Alien sein will. Ich selbst war "Flight Commander Arendt" mit pornösem Magnum-Gedenkbart. Was tut man nicht alles? ;-)

Aber nun ging die Party richtig los! Zu aller erst wurde sich natürlich über den Kuchen hergemacht.

Statt schnöder Kerzen (oder extra gekauften Partykerzen in Ufo-, Alien- und Raumfahrerform, die ich total vergessen habe...), gab es acht Wunderkerzen auf die Torte!

Die Kinder waren hin und weg vom Minifeuerspektakel und danach ging natürlich der Kampf um die besten Kuchenstücke los: Mit Silberperlen oder lieber doch den Antrieb? Kein Problem, jeder bekam, was er wollte!

Nach dem Kuchenfuttern gab es auf Hannahs Wunsch Flaschendrehen für das Geschenkeauspacken. Wir hatten erstmals ein Körbchen beim Spielzeugladen, aber Gott sei Dank hatten einige der Kinder auch selber Idee und so wurde Hannah von vielen Geschenken doch noch überrascht!

Nachdem die Geschenke ausgepackt waren, erklärte ich den Kindern den weiteren Ablauf, schließlich sind sie zu einer Astronautenprüfung angetreten! Jede gelöste Aufgabe wird mit einem Stempel auf einer Karte vermerkt und wer am Ende 5 Stempel hat, bekommt als Belohnung seine eigene Rakete!

Die erste Übung war dann auch direkt der Vulkaniergruß, den der Kochroboter H.O.L.G.E.R.1000 uns auf dem Holodeck vorführte und mit den Kindern übte. Gar nicht so einfach - und schon gar nicht, wenn man dann im Wechsel nur Ring- und Mittelfinger zusammenhält und dann wieder kleiner Finger & Ringfinger und Zeige- & Mittelfinger!

Nun stand eine Gruppenübung an: Während in Schutzbekleidung (Feuerwehrhandschuhe & Schutzbrille) aus Lego ein Haus gebaut wird (Wände und Dach), simulieren die anderen Kinder durch das Würfeln im Kreis drumrum einen Alienangriff, der beim Sechswürfeln das sofortige Weiterreichen der Schutzkleidung erfordert. ;-) Da es sich aber um eine Gruppenübung handelt - schließlich soll die Marsstation ja für alle sein - dürfen die anderen Astronautenanwärter ruhig Steine anreichen.

Als nächstes gab es einen Wissenstest. Wer kann drei Planeten benennen? Es kommen so lustige Antworten wie "Erde, ähm, Mars und äh, das, was Lucy auf der Backe hat!"

Anschließend haben wir geschaut, wie gut die Astronauten Roboter programmieren können: Beim Stopptanz zu Captain Future Musik, Major Tom und Fred vom Jupiter kamen wir zu einer ganz besonderen Aufgabe: Astronautennahrung in Extremsituationen zu sich nehmen! Auf einem Wackelbrett oder wer mag auch im Handstand tranken die Kids eine Capri Sonne aus.

Danach gab es dann ein absolutes Highlight für die Kinder: Roboterbau! Ich hatte zwei Abende lang mit Mod Podge und 30m Alufolie einen Berg kleiner Kartons (Hustensaft macht sich super für sowas. Danke nochmal an Andrea und Sonja fürs fleißige Sammeln!) in Robotereinzelteile verwandelt.

Mit Hilfe von Heißkleber (von uns Erwachsenen benutzt) wurden aus den Kartons, einem Haufen Kronkorken, Flaschendeckeln und Pfeifenputzern ganz wunderbar individuelle Roboter mit denen die Kinder anschließend auch noch viel spielten! Tipp: Rote, dicke Pfeifenputzer, die man in Wasserflaschendeckel klebt geben einen wunderbaren Düsenantrieb ab!

Der abschließende Test der Astronautenprüfung war der Abschuss der Raketen. Schaumstoffraketen mussten punktgenau gelandet werden, was gar nicht so einfach ist - und ganz schön hungrig macht!

Als Astronautennahrung haben sich Umlaufbahnen mit Planeten bewährt: Spaghetti Meatballs mit zusätzlichen Minitomaten und Minimozzarellakugeln und zum Dessert bekam jeder Astronaut seinen eigenen Stern aus Eis.

Während die Kinder ihr Eis genossen, haben Flight Commander Arendt und das Universum Andrea die Stempel auf den Astronautenkarten ausgewertet: Wer noch den Namen des Kochroboters wusste, konnte einen Bonuspunkt kassieren und so kamen alle Kinder auf weit über die fünf benötigten Stempel hinaus und erhielten als Dankeschön für ihre Teilnahme am Projekt "Hannah 8" ihre eigene Rakete!

Und so konnten wir lauter begeisterte Raumfahrer in die unendlichen und dunklen Weiten entlassen.

Ein kleiner Sternentrunk war nach all dem Astronautentraining dringend nötig, denn für den nächsten Tag brauchten wir ja auch noch Kraft, schließlich ging es mit unseren Kids und Hannahs längster Freundin, die bei uns übernachten durfte, ins Stellarium Erkrath, wo wir noch einmal durch das Weltall gereist sind. Das war ein wunderbarer Abschluss für diese tolle Weltraumzeit!

Ach, und nochwas: Wenn man sich schon die Mühe macht, und schnittfeste Götterspeise produziert (einfach 1/4 weniger Wasser nehmen), um den Astronauten Glibberwürfel zu kredenzen, dann sollte man sie am Tag der Feier auf den Tisch bringen und nicht am Abend des Folgetages im Kühlschrank wiederfinden... Schmeckt aber auch ohne Kostüm lecker! ;-)
14:46 Uhr | 14 Kommentare | Dies und Das


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