Mittwoch 01.09.2010
Letzte Woche haben wir einen Ausflug ins Centro nach Oberhausen gemacht. Bei Regen und Sturm war ein Indooreinkaufsparadies genau das Richtige.

Wir hatten eine Einladung zum Build a Bear Workshop, wo sich die Mädels einen besten Freund selbst herstellen durften.

"Build a Bear Workshop", auch bekannt als "Die Bärenmacher" ist eine amerikanische Ladenkette, die nun auch einige Filialen in Deutschland hat. In den Läden kann man sich selbst ein Stofftier aus einem "Rohling" herstellen und braucht nicht mal Näherfahrung dafür.

Die Auswahl an Kuscheltieren ist riesig: Frösche, Pferde, Hunde, Hasen, sogar Hello Kittys und vieles mehr - Bären natürlich auch - warten als noch leere Hüllen darauf, zum Leben erweckt zu werden. Die Mädels suchten sich Zauberponys aus, die mit ihrer langen Mähne und den goldenen Hufen für Mädchen natürlich ein Traum sind.

Wir wurden von Sina durch die einzelnen Stationen des Bärenmachens begleitet. Sie führte uns zu der großen Auswahl an Geräuschen, die man seinem neuen Begleiter zufügen kann. Lena entschied sich für Hufgetrappel, Hannah nahm einen Spruch auf Band auf, den das Zauberpony nun immer bei Druck auf einen Huf aufsagt. Selbst ein Herzklopfen hätte man seinem Kuscheltier geben können!

Nachdem nun eine Stimme ausgesucht war, wurden die Tiere an einer riesigen Maschine mit Zauberwolle gefüllt. Ein Traum für jeden kreativen Menschen, der sich mit Füllwatte abquält! Die Kinder durften auf ein Fußpedal treten, während Sina unter Hochdruck die Zauberwatte in die Kuscheltierhüllen füllte, bis die gewünschte Festigkeit erreicht war. Probekuscheln zwischendurch ist also unumgänglich!

Dann hat Sina den Kiddies erklärt, dass ihren Ponys noch ein Herz fehlt. Es wurde mit guten Wünschen besprochen und mit dem Verkaufsabschnitt in das Tier gesteckt. Durch den Verkaufsabschnitt kann das Kuscheltier bei Verlust und Abgabe bei Build a Bear seinem Besitzer zugeordnet werden.

Die Kinder durften die Nabelschnur, sprich die Fäden, die beim Vernähen der Füllöffnung übrigblieben, abschneiden und dann ging es an den schwierigsten Teil: Kleidung aussuchen!

Soll das Tier vielleicht einen Beruf ausüben oder ein Hobby haben? Kein Problem: Ob Angler oder Arzt, Taucher oder Polizist - selbst als Darth Vader könnte man das Zauberpony oder jedes andere Tier einkleiden!

Mir persönlich hatten es ja die Flip Flops angetan! Ist das nicht unglaublich, was es alles gibt?!

Skateboards, Zelte, Bademäntel. Sonnenbrillen, Unterhosen, Rollschuhe. Handy, Jeans und Abendkleid. Sogar eine Ausrüstung für Brautpaare findet sich!

Bevor wir alle Regale durchschauen konnten, kam Bearemy, das Maskottchen des Build a Bear Workshops zu Besuch in den Laden und verteilte Gummibärchen und Autogrammkarten, ließ sich knuddeln und hochleben. Lena war total vernaart in den riesigen Bären und erzählte beim weiteren Verlauf eigentlich nur noch von Bearemy, ihrem neuen Freund.

Während sich unsere Bärenhelferin Sina kurz um die anderen Kunden kümmerte, half Jennifer beim Aufflauschen der Pferdchen. Jeder Teddy wurde nämlich unter einer Luftdusche von übriggebliebenen Zauberwollresten befreit und bekam das Fell gestriegelt. Lena war das Gebläse nicht geheuer, dafür kämmte sie fleißig Zauberponys Mähne.

Nachdem von der Unterhose über ein Kleid samt Zauberstab bis hin zu Schuhen und leuchtendem Umhang das Pferdchen eingekleidet war, ging es mit der Geburtsurkunde weiter. Die emotionale Bindung an das Tierchen wurde nun mit der Namesvergabe endgültig besiegelt.

Jetzt hätten Rosi und Lila eigentlich den Heimweg mit uns antreten können, aber vorher kam noch ein Highlight. Die Kinder durften mit dem Zauberstab wedeln und einen Zauberspruch aufsagen, und Sina schaffte es, mit Schwung und Wurf aus einem zusammengeklappten Karton ein Papphaus zu zaubern.

Zum Schluss las Hannah noch das Bärenversprechen vor, das in großen Buchstaben hinter der Kasse hängt, die Pferdchen wurden mit Extraschleifen versehen und bekamen ihre Geburtsurkunde mit ins Häuschen. (Die Häuschen wurden mittlerweile noch schön angemalt und Rosi & Lila weichen nicht mehr von der Seite der Kids.)

Das war ein wunderschöner Nachmittag.

Oder um es mit Sinas Worten zu sagen: Es war bärig!
22:38 Uhr | 8 Kommentare | Dies und Das



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