Freitag 31.03.2006
Man sagt ja, dass sich Paare im Lauf der Zeit angleichen. Bei uns hat es ein halbes Jahr gedauert, bis Holger sich endlich auch mal dazu entschieden hat, eine Null mit sich spazieren zu tragen.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Bis Saskia das erste Mal nullt, sind es ab heute noch genau 9 Jahre! Ein dicker Glückwunsch geht daher heute auch nach Dortmund!

Alles Gute Euch Geburtstagskindern!
14:15 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Donnerstag 30.03.2006
Was für ein lustiger Schirmchenabend!

Nach reichlich Cocktails, die wir noch nicht mal selbst bezahlen mussten (wenn ich das geahnt hätte *fg*), dealen mit bunten Pillen aus Calcium- und Magnesiumcarbonat, einer Verabredung zum "Developer Sushi" und einem Abstecher ins Curry, wo die Hotelelster mal wieder zugeschlagen hat ("Sag mal, wie viele Speisekarten hast Du eigentlich vom Mojitos?"), bin ich mal wieder heiß drauf, das Ponyreitbuch zu vertonen! ;-)

Eddie, Du weißt, welches ich meine?!
09:28 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Mittwoch 29.03.2006
Lacht ruhig über mich, reißt dämliche Witze und zeigt auf mich:

13 Jahre habe ich nun meinen Führerschein, 13 Jahre lang bin ich unfall- und knöllchenfrei gefahren.

Bis vor zwei Stunden.

Wir wohnen in einer Dreißigerzone, ich weiß, dass zwischen dem 28. und 2. des Monats besonders viel geblitzt wird, damit sich das Stadtsäckerl füllt, aber ich habe etliche Nächte schlecht geschlafen, hatte ein quengeliges Kind im Auto und außerdem war heute partielle Sonnenfinsternis über Deutschland.

Ich hoffe, diese Kombination bleibt mir die nächsten 13 Jahre erspart.

Und jetzt fahr ich zum Schirmchenabend nach Düsseldorf - als nerviger 45km/h-Schleicher.

Jaja, lacht mich ruhig aus!
17:02 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Gestern gab es den 1111. Eintrag - und ich habs nicht gemerkt. *grumpf*

Na dann mal auf zur nächsten Schnapszahl!
09:10 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Dienstag 28.03.2006
In der Spielgruppe ist ein Kind namens Sophie. Doch die Kleine wird von ihrer Mutter meist Fine oder Schnipsel genannt.

Als wir nun heute in der Begrüßungsrunde unser Lied gesungen haben, sang Hannah bei allen Kinder den richtigen Namen, nur als Sophie an der Reihe war, kam aus voller Kehle:

"Der Schnipsel, der Schnipsel, tralla-lalala!
Der Schnipsel, der Schnipsel, tralla-lalala!"

Ich frag mich nur, warum Sophies Mutter so säuerlich geguckt hat, alle anderen waren begeistert... ;-)
14:07 Uhr | 3 Kommentare | Kindermund


Sonntag 26.03.2006
Da wird in allen möglichen Elternzeitschriften und Foren empfohlen: "Ziehen Sie an den drei Tagen vor der Zeitumstellung die Abendaktivitäten jeweils um 20 Minuten vor."

Könnte der KiKa das bitte auch mit dem Sandmännchen machen?
19:16 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Freitag 24.03.2006
Kennt vielleicht irgendjemand, der hier mitliest eine Tagesbeautyfarm, ein gutes Wellnesshotel oder Ähnliches im Raum Schifferstadt / Speyer / Deidesheim?

Oder hat ein paar hilfreiche Links?

Danke!!!
19:12 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Ich überlege ernsthaft, ob ich eine 0900-Nummer beantrage. Meine Reibeisenstimme macht sich bei Telefons.ex bestimmt gut.

Und so kann ich auch als Hausfrau wunderbar von Zuhause aus Geld verdienen.

Na, jemand Interesse? ;-)
15:29 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Donnerstag 23.03.2006
Der erste Tag in diesem Jahr, an dem ich mit Sonnenbrille durch Landschaften unter blauem Himmel gefahren bin, die Krankenkasse hat die Kosten für Hannahs Meningitis C Impfung übernommen und die Temperaturen lagen mit 12°C am Nachmittag weit über dem, was man am Morgen bei -2°C erwartet hätte.

Und die Forsythien im Wohnzimmer sehen abends irgendwie asiatisch aus. *schulterzuck*

Ich bin bereit für den Frühling!
20:31 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Mittwoch 22.03.2006
Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass ich zur Erheiterung eines fiebernden Kindes einen Pfannkuchen durch die Luft wirbeln werde, er sich an die Decke kleben wird und ich den runterfallenden Teigflatschen nicht mehr rechtzeitig auffangen kann.

Aber weit gefehlt: ich staunte mehr als Hannah, dass der Pfannekuchen wieder dort landete, wo er losgeflogen war.

Aber das war nur halb so spaßig wie der Quarkdipp, den Hannah einfach mal "Gesund!" nannte und ihren Zeigefinger abwechselnd in die Schüssel und in den Mund steckte, während ich mich ohne Pfannenwender versuchte.

Nach der kleinen Stärkung macht Hannah zwar immer noch einen heißen, aber zufriedenen Eindruck und nun wage ich fast gar nicht, auf einen kleinen Mittagsschlaf zu hoffen, denn Hannah hat sich den schon im November selbst abgewöhnt.

Naja, Hauptsache, dem Kind gehts gut.
13:40 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Ich hab mir auf Empfehlung einer Freundin einen Putzstein zugelegt und ich bin schon positiv überrascht, was das weiße Zeugs so alles wegbekommt.

Der Backofen strahlt wieder und auch die Kalkablagerungen in der Spüle sind weg.

Aber kann mir mal jemand erklären, wie ich das sandige Knirschen in den Scharnieren des Klodeckels wieder los werde?
12:33 Uhr | 7 Kommentare | Dies und Das


Montag 20.03.2006
Nachdem in der Casa Arendt die Nächte auch am Wochenende mit Sonnenaufgang beendet sind - und die Sonne vertreibt die Dunkelheit nun immer eher - musste mal wieder was passieren.

Die Verdunklungsrollos sind ja ganz klasse, aber leider liegen sie nicht hundertprozentig an der Wand an, so dass immer noch ordentlich viel Licht ins Schlafzimmer fällt. Und was haben wir gelernt? Lichteinfall während des Schlafes unterdrückt die Melatoninherstellung, die für einen ruhigen Schlaf aber wichtig ist. Scheint also so gegen 5:30 Uhr die Sonne ins Gesicht, wird man wach, ob man ausgeschlafen ist oder nicht.

Und ich bin das vor 7 Uhr generell nicht.

Also hab ich heute die eingemotteten dunkelblauen Vorhänge, die ich gerade erst gegen luftigleichte Exemplare ausgetauscht hatte, wieder abgestaubt und aufgehängt.

Jetzt hoffe ich einfach, dass die Kombination es bringt. Denn die Vorhänge allein hatten den gleichen Effekt wie die Rollos: zuviel Licht am zu frühen Morgen.

Und das mag ich gar nicht.

Und noch viel weniger, wenn mit den ersten Sonnenstrahlen ein munteres Kind in mein Gesicht kriecht, "Maaamaaa! Augen auf!" fordert und das genervte Zucken um meine Mundwinkel so kommentiert: "Mama freut sich! Mama lacht!"
20:25 Uhr | 3 Kommentare | Dies und Das


Samstag 18.03.2006
Neue Kampfsportart für Mütter

Ki-Bö ist eine Ausdauersportart, die Kampftechniken und marktschreierische Elemente in sich vereint. Ki-Bö ist keine Teamsportart und schult auch keine sozialen Fähigkeiten, ist daher für unerfahrene Mütter und emotional nicht gefestigte Frischentbundene nicht geeignet.

Ki-Bö wird meists samstags ausgetragen und ist ein extrem körperbetonter Sport. Klar im Vorteil sind kleine wendige, bzw. große standfeste Frauen, denn Ki-Bö-Austragungsorte sind meist von hunderten Kämpferinnen belagert, die im Wettstreit um die begehrten Objekte (Gummistiefel in Größe 26, Markenpullis und Matschhosen) mit harten und nicht immer fairen Bandagen kämpfen.

Meist wird auch nicht auf die Eröffnung gewartet, sondern erste illegale Austragungen finden zwischen den erfahrenen Müttern lange vor Beginn der offiziellen Spielzeit (14 bis 16:30 Uhr) statt.

Wer sich für eine Ki-Bö Schnupperstunde interessiert, schaut in seiner Lakalzeitung unter Veranstaltungen nach "Kindersachen-Börse".

Und jetzt muss ich mich noch etwas warmmachen, gleich geht es in eine neue Runde!
12:09 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Donnerstag 16.03.2006
Momentan steht bei uns Kurzurlaub zuhause auf dem Programm.

Gestern haben wir uns zu dritt ins Kinderturnen und den Musikkurs gestürzt, ein leckeres Eis gegessen und wieder mal die Enten am Teich beobachtet.

Heute stand der ganze Tag unter dem Motto Hannah-Bespaßung.

Zuerst ging es nach Düsseldorf in den Aquazoo.

Neben allerlei Fischen und Seegetier gibt es auch Pinguine, Krokodile, Gundis und von jeder Lebensform, vom Einzeller bis zum Säugetier, mindestens ein Exemplar zu sehen.

Aber nachdem Hannah mitbekommen hat, dass es im Zoo auch Spinnen gibt, sind selbst die Haie nicht mehr interessant. Hannah will Spinnen sehen - ich verkneif mir, hier ein Foto einzustellen *grusel*!

Allerdings hat sich unsere Süße das wohl etwas anders vorgestellt, schließlich war die große Spinne im Keller, von der sie nun schon seit Wochen jedem berichtet, nicht in einem Glaskasten eingepfercht, was mich aber ehrlich gesagt ungemein beruhigt.

Wie dem auch sei, an den Schlangen vorbei geht es in Richtung Ausgang und direkt weiter zum Zedern Restaurant nach Düsseldorf-Bilk.

Kinderfreundlich wie Libanesen nun mal sind, hat Hannah im Nullkommanix einen Kinderhochstuhl und eine Portion frittierte Kartoffelecken und wir dazu ein leckeres und angenehmes Essen. Als dann noch ein kleiner Hund auftaucht, ist für Hannah der Aquazoo vergessen, schließlich sind die Tiere dort nicht ganz so knuffig wie dieses weiße Fellbündel.

Doch nicht genug damit, wir haben noch ein weiteres Highlight auf dem Programm, den Nachmittag im Bobbolino.

Wir hüpfen, rutschen, springen, klettern und schwitzen was das Zeug hält und zumindest Hannah fällt nach dem Sandmännchen in einen wohligen Tiefschlaf.

Für uns steht noch ein Fläschchen Rotwein frisch wom Weindealer an der Ecke parat und ich freu mich schon auf den morgigen Tag, den ich in einer Schönheitsfarm verbringen werde. Der Gutschein dafür liegt nun schon seit meinem Geburtstag in der Schublade und möchte endlich mal eingelöst werden. Ich freu mich schon, allerdings befürchte ich, dass ich bei der ersten Behandlung einschlafen werde. Aber was solls, Hauptsache ich komme entspannt nach Hause.

Schön, so ein Urlaub im Alltag!
20:48 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Dienstag 14.03.2006
Heute beim Stadtspaziergang am Ententeich einen Tipp bekommen (man denke sich den Akzent und das rollende R eines sechzigjährigen italienischen Gastarbeiters):

"Nixe anfassen! Vogelgrippe!"

Meine Antwort "Keine Angst, wir garen ihn gut durch!" hab ich wegen des ernsthaft um Hannah besorgten Blickes, den der Herr zu uns rüberwarf dann doch lieber runtergeschluckt.

Und überhaupt, war das mal wieder ein richtig schöner Vorfrühlingtag mit einem ausführlichen Spaziergang, Marktschlendereien, Stipvisite in verschiedenen Läden, einem chinesischen Mittagessen (nein, es gab keine Knusperente *fg*) und einem krönenden Eisdielenbesuch zum Schluß.

Nach Spielgruppe und drei Stunden Frischluftkur hatten wir uns das wirklich verdient! Und nach drei Wochen krank im Haus rumsitzen auch.

Es geht wieder bergauf!
16:37 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Montag 13.03.2006
Die Überraschung des Tages:

Krawinkel und Eckstein von der Sendung mit der Maus werden von Badesalz gesprochen. Wer von dem Erfinder Krawinkel und seinem Hund Eckstein noch nichts gehört hat oder nicht glauben kann, dass Badesalz auch Hochdeutsch können, kann hier gerne einmal reinschauen.

Und wo wir gerade bei der Maus sind: wer sich schon immer mal gefragt hat "Warum bin ich auf der Welt?" findet natürlich auch darauf eine Antwort.
20:33 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Hannah nascht unerlaubt vom Schokopudding.

Mit Unschuldsmine ihr Kommentar dazu: "Da war ein Fussel!"
20:13 Uhr | kommentieren | Kindermund


Was für ein fieser Traum

Ich bin mit einer Gruppe von Leuten in einer Mischung aus Jugendherberge und Krankenhaus. Das Ganze scheint nur aus einem Sourterrain zu bestehen, denn die Fenster sind etwas hoch angelegt, sodass man nur die Füße der Menschen sieht, die außen am Fenster vorbeigehen.

Aber um Menschen geht es hier nicht, außen schleichen Katzen vorbei. Durch ein geöffnetes Fenster kommen zwei kleine Mietzen herein, wollen Milch haben und verkrümeln sich danach ins Innere des Hauses.

Kurze Zeit später werden die Katzen draußen größer und gefährlicher, sie greifen die Menschen an und verschaffen sich Eingang ins Haus, dass von den Menschen verzweifelt verteidigt wird. Doch gegen die Katzen hat der Mensch keine Chance.

Mit Sachen aus den Medizinschränken versuche ich, die Verletzten zu versorgen, aber die Wunden sind so großflächig, dass ich aufgeben und mich selbst in Sicherheit bringen muss.

Ich flüchte mit einigen anderen in eine Art Schwesternzimmer, ein Glaskasten in der Mitte des Hauses. Ich setze mich vor die Tür, um das Eindringen der Katzen zu verhinden, doch mittlerweile sind die Katzen nicht mehr das Problem, sondern giftige Gase, die weiß und zähflüssig durch die Gänge wabern. Einige Leute quetschen sich von außen an die Fensterscheiben, versuchen sie einzuschlagen, aber die Kraft verläßt sie.

Während ich da sitze und meinen Kopf zwischen den Knien vergrabe, kommen ein paar Männer in das Schwesternzimmer und verbreiten mit ihrer Bruce Willis Optik einen Hauch von absoluter Hoffnungslosigkeit, wenn wir uns ihnen nicht anschließen.

Harter Cut.

Ich flüchte auf einem Fahrrad vor einer unsichtbaren Gefahr, kann sie abschütteln, lande in einem runtergekommenen Hotel und treffe die Bruce Willis Copien wieder. Sie bereiten sich gerade McGyvermäßig mit zusammengeknoteten Bettlaken und Utensilien, die in jedem Haushalt rumliegen, auf einen Gegenangriff vor.

Ich setze mich bei tropischer Hitze auf das durchgelegene Bett und schaue einem Typen dabei zu, wie er irgendetwas schleift und schärft.

Am Fuße der Treppe auf der er sitzt, sehe ich Schatten von Katzen.

Und das Fieseste kommt zum Schluß: die Einblendung "to be continued..."
09:12 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Sonntag 12.03.2006
Wenn vier Erachsene "Oh, Lioliola" singen, zwei kleine Pinguine sich am Kinn kitzeln und auch sonst alles etwas wilder und lauter ist, und am Abend nicht nur die Kiddies platt sind, sondern auch die Eltern, dann war es ein gelungener Samstagsbesuch.

Der Kuchen mit geriebenen Äpfeln und blindgebackenem Mürbteig war zwar nicht so der Bringer, dafür waren von den gegrillten Zitronenhähnchen nur noch Skelette übrig und auch der Ruccolasalat hat geschmeckt.

Aber was am wichtigsten war: die Kleinen haben sich wunderbar verstanden, sind gehüpft,

haben sich Rennen mit Dreirad und Bobbycar geliefert und leckerere Apfeltorten aus Knete gebacken als ich aus echten Braeburn.

Und wenn dann noch der Sonntag mit herrlichem Wetter zum Ausflug lockt, wir uns im Aaper Wald mit dem Buggy fast festfahren, vom Sandbagger nicht mehr runterwollen und uns anschließend bei einem Krug Apfelschorle und Spare Ribs wieder aufwärmen, dann kann man wohl von einem richtig schönen Wochenende sprechen.

Zumal es zumindest mir und Hannah wieder besser geht.

Holger fängt nun an zu schwächeln, aber das ist ja klar, er hat ab Mitte nächster Woche Urlaub... ;-)
20:26 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Mittwoch 08.03.2006
Weils so schön ist, noch ein Eintrag zum Thema Krankheit.

Heute war ich schon recht früh beim HNO-Arzt. Nicht ganz fit, sonst wäre ich ja nicht hingegangen, sollte ich die Frage beantworten, wann ich denn das Penicillin, das ich seit Donnerstag nehme vom Zahnarzt eingenommen hätte.

*piiieeep*

Dann ein erster zaghafter Versuch: "Ähm, dreimal täglich?"
"Und?"
"Öhm, nach den Mahlzeiten?" Was aber auch egal ist, denn ich habe mit den fiesen Zahnschmerzen eh nur ein Eis am Abend zum Kühlen runterbekommen und kaum was Richtiges gegessen. Also müsste die richtige Antworte lauten: "Auf nüchternen Magen, egal zu welcher Uhrzeit!" Aber weiter im Text:

"Falsch! Das nimmt man immer eine Stunde vor der Mahlzeit, sonst kann das nicht wirken!" Vor meinem inneren Auge sehe ich den Doc mit dem Rohrstock fuchteln und will schon meine Hände vorstrecken. Nein, suche einen Schuldigen, Tanja!

"Aber," versuche ich mich zu verteidigen, "die in der Apotheke haben gesagt, dass ich es nach dem Essen nehmen soll." Und außerdem: nach der Mahlzeit ist vor der Mahlzeit, oder?

"Kann ja sein, dass das von Hersteller zu Hersteller anders empfohlen wird - und die in den Apotheken das dann falsch weitergeben, aber Penicillin nimmt man immer vor dem Essen."

Kleinlaut werfe ich ein "OK" in den Raum, vor allem, um die Gardinenpredigt als abgeschlossen zu erklären, aber weit gefehlt.

"Was ich Ihnen jetzt verschreibe ist ein Breitbandantibiotikum, das Sie eine halbe Stunde nach dem Essen nehmen."

Straight from the horse`s mouth: "Verstanden, nach dem Essen..."

"Isocillin vor, dieses nach und Penicillin, was ich Ihnen im letzten Jahr doch auch schon mal verschrieben habe, *vorwurfsvoller Blick* immer vor und was ich Ihnen jetzt verschreibe nach dem Essen, denn Amoxicillin immer nach dem Essen und Penicillin davor..."

"Verwirren Sie mich nicht!" Hilfesuchender Blick zur breitgrinsenden Assistentin, aufmunterndes Nicken ihrerseits.

"Also diese hier *mit Rezept wedel* NACH dem Essen, ja?" Nicken von allen Seiten.

Ich verlasse nun komplett benebelt die Praxis, marschiere in die Apotheke, gebe kommentarlos das Rezept ab und frage nicht nach irgendwelchen Vorschriften zur Einnahme. Bloß nicht noch mehr Infos sammeln.

Zuhause ziehe ich den Beipackzettel aus dem Karton und suche nach dem Hinweis "nach dem Essen", doch Fehlanzeige.

"Zu den Mahlzeiten" steht da.

Also Telefonhörer her, Doc am Apparat.

"Nein! Ich habe nicht gesagt, NACH dem Essen, sondern ZUM Essen! Ich sage allen meinen Patienten, dass sie das Amoxi BEIM Essen nehmen sollen, am besten mit den letzten Bissen. Da haben Sie mich wohl falsch verstanden."

Noch bevor ich etwas sagen kann, höre ich das Besetztzeichen im Hörer und dieses fiese Piepen kommt zurück.

*piiieeep*

Ich hatte ganz vergessen, dass Ärzte unfehlbar sind.
13:19 Uhr | 5 Kommentare | Dies und Das


Montag 06.03.2006
Holgers Kratzhals-Gegenmittel

Eiskalter Erbeer-Smoothie

TK-Erdbeeren unaufgetaut mit Naturjoghurt, etwas Zucker und Milch in den Mixer und ab dafür! Geht runter wie Butter, hat aber weniger Kalorien und tut unendlich gut! Wenn man nicht gerade Penicillin nimmt auch gerne mit Schuß... Schmeckt auch super mit TK-Waldbeeren, aber die sind mir im Moment mit den ganzen Kernen zu kratzig.

Da Ihr davon nun gar nichts habt, seht es als kleine Wiedergutmachung für das Bild vom fiesen Zahn. ;-)
20:08 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Eigentlich ist mir zum Heulen, aber ich denke, dass man der Ironie des Schicksals breit entgegengrinsen sollte - naja, so richtig breit geht es zur Zeit halt noch nicht...

Da hören die Ohrenschmerzen rechts (eindeutig wegen des entzündeten Zahns) nach der Extraktion endlich auf, da geht es mit Halsschmerzen, Schnupfen und Ohrenschmerzen links weiter.

Immerhin hat mir mein Körper nicht alles auf einmal zugemutet, sondern sich die widerlichen Krankheiten schön in Reihe gestellt.

Aber wie hat mein Kinderarzt schon damals immer gesagt? "Was uns nicht tötet, macht uns hart!"

Ich weiß ja nicht...
13:40 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Sonntag 05.03.2006
Eine Woche heftigeste, aber leider nicht lokalisierbare Schmerzen hab ich mal wieder hinter mir. Ich konnte zum Schluss nicht mehr sagen, ob irgendein Zahn, das Zahnfleisch, das Ohr oder das Kiefergelenk für das imaginäre Messer in meinem Kopf verantwortlich waren.

Die Schmerzen waren heute so stark, dass ich mich dazu entschieden habe, dann doch notfallmäßig in die Westdeutsche Kieferklinik nach Düsseldorf zu fahren, bzw. mich fahren zu lassen.

Dort stand dann auch relativ schnell fest, dass ein Weisheitszahn, der vor acht Wochen eine neue Füllung bekommen hatte, ein sogenanntes Schleiftrauma erlitten hat. An der Wurzelspitze entwickelte sich eine fiese kleine Entzündung, die nur Dank eines Penicillins, das ich schon seit Donnerstag nehme, nicht zum Abszess wurde.

Im Gegensatz zum letzten Mal konnte ich mich heute deutlich schneller trennen. Auf weitere 15 Monate Rumgehampel mit Wurzelbehandlung, Wurzelspitzenresektion und dann doch der Extraktion, kann ich verzichten. Vor allem, da es sich um einen evolutionär überflüssig gewordenen Zahn handelt.

Raus isser, der Eins-Achter, mit knapp 16 Jahren Verspätung noch dazu. Damals hatte ich eine lose Zahnklammer und die Kieferorthopädin wollte mir unbedingt alle Weisheitszähne ziehen lassen. Da ich aber im Oberkiefer schon die Vierer lassen musste (warum weiß wohl nur Frau Doktor), habe ich meine oberen Achter hartnäckig verteidigt.

Und was hab ich davon? Einen bedudelten Kopf von den Schmerzmitteln, eine noch leicht blutenden Wunde im Mund und eine weitere Erfahrung in Sachen Zahnklinik. Danke.
00:43 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Freitag 03.03.2006
Sorry, lieber Suchender, aber dabei kann ich auch nicht weiterhelfen. *schlapplach*

Auch wenn mich die Position meiner Site bei dieser Frage ein wenig irritiert...
20:16 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Und hier ein Rezept für Knete, das ich von Horst, dem einzigen Spielgruppenvater weit und breit bekommen habe. Ich will mich ja nicht mit fremden Federn schmücken!

250 ml Wasser mit
3 EL Speiseöl aufkochen.
200 g Mehl,
100 g Salz,
1 EL Alaun (Apotheke, 100 g für 1 Euro)
und Lebensmittelfarbe nach Wunsch
mischen und in das Wasser einrühren.

Am besten klappt das mit dem Mixer, der mit den Knethaken bestückt sein sollte.

Nach dem Abkühlen kräftig durchkneten und in einer Tupperdose aufbewahren.

INFO:

Bei ihr hab ich gelesen, dass man das Alaun auch durch Weinsteinsäure (führt u.a. auch der dm) oder sogar durch pulverisierte Zitronensäure (Drogeriemarkt, Apotheke) ersetzen kann!
18:56 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


New toy in da house!

Nachdem meine Kodak Easy Share DX6440 so langsam aber sicher Hannah zum Opfer fiel und sich zum Batteriefresser entwickelte, musste endlich mal eine neue Kamera her.

Ganz akuter Auslöser war der Besuch von Ute und Familie, als Marc unzählige Bilder machte und meine Cam mitten im Speichern des zweiten Bildes den Batteriegeist aufgab - trotz frischer Energielieferanten.

Mal sehen, wie ich mich mit der Neuen so anfreunde, aber sie ist wesentlich schneller als mein altes Schätzchen und liegt auch ganz gut in der Hand. Wie sich die Canon A 620 benimmt, werdet Ihr hier bestimmt in Kürze lesen können.
15:17 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Mittwoch 01.03.2006
Ich bin unendlich glücklich, dass wir durch den Hinweis einer Freundin noch in einen tollen Musikkurs gerutscht sind. Alle 14 Tage singen wir in einer kleinen Gruppe Bewegungslieder und Spiellieder, fernab von "Was müssen das für Bäume sein" und ähnlichen Klassikern, die man in so ziemlich jeder Spiel- oder Turngruppe trällert.

Die Atmosphäre ist total entspannt, die Kinder sind aufmerksam und konzentriert, die Kursleiterin ein wirklicher Schatz und Hannah ist trotz Kinderturnen am Vormittag komplett bei der Sache und zeigt durch engagiertes Mitmachen, dass ihr die Sache gefällt.

Heute hätte mich eine kleine musikalische Reise in einen Winterwald fast in Trance versetzt, wären die Kiddies zwischendurch nicht ein paar mal zu oft an die Triangel und die Klanghölzer gekommen...

Es ist wirklich klasse, mal einen Kurs zu haben, der nicht durch hektisches Rumrennen und fade Lieder geprägt ist, sondern sich so herrlich durch Ruhe und entspannte Momente von der Masse abhebt.
18:45 Uhr | kommentieren | Dies und Das


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