Montag 29.05.2006
Eigentlich wollte ich ein paar Bilder vom Maus-Besuch in Ratingen online stellen und vom leckeren Zitronen-Chili-Huhn und einigen anderen netten Sachen vom Wochenende, aber am Fraitagabend stand plötzlich unser Büro unter Wasser. Anscheinend hat es in den letzten Wochen einfach zu viel geregnet.

Mit Handtüchern, kiloweise Zeitungen und einem Wasserstaubsauger haben wir den Kellerraum mittlerweile wieder so weit, dass er nur noch klamm und nicht mehr platschnass ist.

Also mussten wir alle Rechner ausstöpseln und nix ist mit Bilderhochladen, aber immerhin funzt "mein Internet" dank WLAN noch.

Und so bleiben die Bilder von Maus und Huhn weiterhin ganz privat auf dem Laptop und werden wohl auch nicht mehr den Weg hierher finden. Schließlich hat Holger jetzt endlich Urlaub, der in der ersten Woche noch mit Terminen vor Ort vollgestopft ist und an Pfingstmontag erstmal nach Mallorca verlagert wird.

Also mal schauen, was sich bis dahin hier noch tut - ab Pfingsten herrscht auf jeden Fall Ruhe!
20:22 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Freitag 26.05.2006
Hui!

Ist hier doch gerade eine Taube gegen das Küchenfenster geflogen!

Und das nur, weil sie von zwei brütenden Minivögelchen verfolgt wurde, die ihr Revier verteidigen wollten. Leider konnte ich die kleinen braunen Verfolger nicht erkennen, aber am wilden Gezierpe konnte man erkennen, dass es den kleinen wichtig war, die Taube zu verjagen. Meine Herren!
08:25 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Mittwoch 24.05.2006
Den größten Schwachsinn aller Zeiten habe ich heute beim Kinderturnen gehört.

Eltern, die die Neugier ihrer Kinder unterstützen, ihnen auf Fragen nicht mit "Das ist einfach so" antworten und den Kleinen nach deren Bedürfnissen Anregungen geben, sind daran Schuld, dass es in den Schulklassen so große Leistungsunterschiede gibt.

Denn schließlich ist es ja nicht nötig, dass ein Kind schon vor der Grundschule bis 10 zählen kann oder in der Lage ist, seinen eigenen Namen zu schreiben.

Was soll denn das Kind dann noch in der Schule lernen?

Tja, das weiß ich auch nicht. Aber ich habe ja mit Schule und Vorschulbildung auch nichts am Hut. Irgendwo habe ich aber mal mitbekommen, dass Kinder beim "Kieler Test" schon zwischen Farben unterscheiden, durchaus bis 7 zählen (und nicht nur aufsagen), Formen unterscheiden und Bildergeschichten in die richtige Reihenfolge bringen sollen. Und da sind sie so um die fünfeinhalb bis sechs Jahre alt.

Klar, kein Kind muss das können, es erleichtert aber einiges. Und ich unterschreibe auch, dass Eltern ihre Kinder nicht drillen sollen, bestimmte Sachen zu erlernen. Aber sie sollten ihrem Kind die Möglichkeiten bieten, sich frei zu entfalten und wenn das heißt, dass das Kind mit 28 Monaten schon einen Haufen Buchstaben erkennt, bis 10 zählt (z.B. die Gitterstäbe am Bett) oder sich englische Lieder übersetzen läßt, dann will das Kind das so und nicht die Eltern.

Ich habe hier nun mal eine pfiffige kleine Maus rumrennen. Soll ich jetzt auf die Fragen "Was ist das, Mama?", "Wie funktioniert das?" und "Zeig mir, wie das geht!" nur noch mit "Dafür bist Du noch zu klein!" antworten, damit ich nicht daran Schuld bin, dass die Leistungsunterschiede in den Schulklassen so groß sind?

Vielleicht sollten einfach mal einige Leute mehr mit ihren Kindern reden, sie nicht als kleine Dummerchen abstempeln, nur weil sie ihre Gefühle und Bedürfnisse noch nicht klar verbalisieren können. Und vielleicht sollten sie ihren Kindern mal etwas zutrauen, beim selbständigen Aussuchen des Kekses aus der Dose angefangen bis zum freien Erobern der Kletterlandschaft beim Turnen. Und vielleicht würde es schon helfen, dem eigenen Kind mit Respekt zu begegnen und seine Wünsche zu respektieren.

Und nur ganz am Rande: "Jeder hat das Recht auf Bildung" - auch wenn er erst zwei und etwas ist.
17:22 Uhr | 4 Kommentare | Dies und Das


Dienstag 23.05.2006
Ich stehe dazu: Ich hab mal exzessiv Marktforschung betrieben. Ja, ich war jung und brauchte das Geld, um mein Studium zu finanzieren.

Ich habe wildfremde Leute auf der Strasse angesprochen und gefragt, ob sie ihr Klopapier knüllen oder falten. Ich habe Frauen über 60 nach ihren Slipeinlagen befragt und ich habe Männer zwischen 25 und 40 gesucht, die sich "trauen, ein Zäpfchen anzufassen" (naja, eigentlich "ein Fässchen anzuzapfen" aber Freud hat mich verwirrt).

Aber ich habe nicht nur gebaggert (so hieß das bei uns, wenn man Leute ansprach und zu einer kurzen Befragung ins Studio schleppte), sondern auch wildfremde Menschen angerufen und gefragt, ob sie einen Micra fahren.

Ich habe in dieser Zeit Ehen zerstört (Guten Tag, Studio Marktforschung. Ist Martin Müller da? - Was für ein Studio? Was wollen Sie von meinem Mann? Und woher haben Sie die Nummer? - Steht in unserer Kartei, er hat sich für weitere Studien registrieren lassen...).

Ich habe Geschichtsunterricht bekommen (Ich bin 83 Jahre alt und als ich damals vor Stalingrad lag...) und meinen Kolleginnen im Winter dicke Socken mitgebracht, da es auf der Strasse kalt werden kann, wenn man sechs Stunden im Schnee steht und nur modische, aber nicht funktionale Stiefel anhat.

Ich habe mich anmachen lassen, wurde um Telefonsex und Verabredungen gebeten und hab mich dabei königlich amüsiert, schließlich galt ich im Studio als die beste Telefonistin (also die meisten vereinbarten Termine, die auch eingehalten wurden) und bekam Geld dafür.

Und ich hätte mich wahrscheinlich gefreut, wenn mich mal jemand mit sowas geleimt hätte.

Großartig! *weglach*
20:16 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Freitag 19.05.2006
Sicherheitstipp für Familien mit Kleinkindern:

Glauben Sie ihrem Kind nicht, wenn es sagt "Ich geh nur Händewaschen". Es hat garantiert wieder was vor. Zum Beispiel die Badezimmertür zuwerfen und sich selbst einsperren, weil ja ausgerechnet heute der Schlüssel nicht auf der Ablage über dem Waschbecken liegt.

Erklären Sie Ihrem Kind also frühzeitig,
a) dass Schlüssel Tabu sind und
b) wie man einen Schlüssen im Schloss dreht und
c) wie man einen Schlüssel aus dem Schloss zieht.

Da Kinder bei a) auf Durchzug stellen, b) vor lauter Aufregung und mit Mamas Anweisung von der anderen Türseite doch nicht hinkriegen, ist c) notwendig, damit man mit dem Ersatzschlüssel (Wo ist der bloß?!) die Tür von außen aufschließen kann.

Es ist zwar sehr erleichternd, ein befreites Kind im Arm zu halten, aber die Viertelstunde bis dahin sind die schlimmstem, da man fröhlich Kinderlieder singend und beruhigende Worte sprechend, vollkommen hilflos und hibbelig auf der anderen Seite der Tür steht.

Brauch ich nicht wieder.
18:11 Uhr | 4 Kommentare | Dies und Das


Donnerstag 18.05.2006

Als alter Münsterländer und somit Fahrradfahrer (naja, könnte wieder mehr werden) muss ich mir diese Konstruktion dringend für das nächste Jahr merken.

Ich hab ja schon eine Menge zum Thema Fahrrad gesehen, aber das sieht aus, als habe jemand ein gutes Schloß am Hinterrad gehabt und einfach den Fahrradständer samt eingehängtem Kinderrad hinter sich hergeschleift! Einfach genial!
12:04 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Und hier ist er nun, der Tacheles-Schutzhandschuh!

Beim richtigen Tacheles reden kündigt man ebendieses durch einen Schlag mit der flachen Hand auf den Tisch an, wobei man laut und deutlich "Jetzt aber mal Tacheles!" sagt.

Zu meinen Studizeiten wurde oft und gerne Tacheles geredet, meist habe ich das angeregt und mit der Hand auf den Tisch gehauen.

Da das über kurz oder lang zu Schwielen geführt hätte, wurde mir von meiner damals besten Freundin der Tacheles-Schutzhandschuh genäht. Den zieht man sich über die Hand, durch die dicke Polsterung ist der Aufprall gemildert, und man kann Tacheles reden ohne sich Sorgen um seine Hand zu machen.

Zum Tacheles-Schutzhandschuh gab es dann auch noch das Disch-Kissen, ein hellblaues Sofakissen mit Bändern zum Befestigen am Hinterkopf.

Bei einer Tachelesrunde hat sich der heutige Dischkissenbesitzer nämlich mal so erregt, dass er mit dem Hinterkopf gegen die Ecke meines Schreibtisches geknallt ist. Als Schutz vor weiteren Verletzungen gab es dann das Disch-Kissen, das beim Tacheles reden umgebunden wurde. Man weiß ja schließlich nie, welche schockierenden Bekenntnisse so preisgegeben werden.

Obwohl mich aus Münster mittlerweile gar nichts mehr schocken kann! ;-)
09:21 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Mittwoch 17.05.2006
Ich muss mal dringend ein Bild vom Tacheles-Schutzhandschuh machen, dann kann ich den nämlich per Mail an meinen besten Freund weiterschicken, wenn mal wieder ein Gespräch wie das von vorhin nötig wird. Nee, nee... ;-)
23:54 Uhr | kommentieren | Dies und Das

Montag 15.05.2006
Gestern hat mir Hannah erklärt, dass ich Mama-Arbeit mache. Das umfasst ihrer Meinung Kinderfingernägel schneiden und mit Hannah spielen.

Und zum wiederholten Male die von außen vergilbten Pollenfenster putzen, alle Blumen gießen, die Küche aufräumen, von zwei Sofas die Bezüge abziehen und waschen, sich um einen kranken Papa kümmern, kochen, aufräumen, waschen, Löcher stopfen, staubsaugen, Termine vereinbaren, Urlaubsplanung durchgehen, CD-Player für Hannah hin und her schleppen, mitsingen, tanzen, Betten machen, den Schreibtisch aufräumen, CDs zurück an den Bestimmungsort tragen, zuhören, selbst was erzählen, Kamillentee kochen, Klamotten wechseln, Töpfchen leeren und und und.

Papa-Arbeit gibt es laut Hannah auch: Im Büro am Computer schreiben, aber nicht heute, denn Papa hat sich den Magen-Darm-Virus von Hannah genommen, den sie selbst gar nicht richtig ausgekostet hat.

Hoffen wir mal, das sich meine Arbeit die nächsten Tage weitermachen kann und nicht den halben Tag auf dem Klo verbringen muss. Da putz ich es doch lieber als mit Krämpfen drauf zu sitzen.
15:50 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Freitag 12.05.2006
Schade, dass ich heute keine Kamera dabei hatte als wir im Real einkaufen war. Da stand doch tatsächlich ein Maggi Kotz-, ähm Kochstudio mit drei reizenden Damen, die Pulverrühr-, ähm Kochvorführungen machten.

Leider kamen wir zur 12 Uhr Vorstellung eine halbe Stunde zu spät, und leider konnte ich mir auch anhand des grauenhaften Geruchs kein Bild davon machen, was die da gezaubert haben - bestimmt etwas mit dem neuen "MagieFix" für kochendes Wasser.
16:33 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Donnerstag 11.05.2006
Vor ein paar Wochen hat mich ein Erzieher vom Kindergarten schräg gegenüber dumm angepflaumt, weil ich mich erdreistet habe, unsere Zufahrt mit unserem Auto entlang zu fahren.

Heute sind wir uns an gleicher Stelle zu Fuß begegnet und ich habe ihn gebeten, doch seinen Kindern mal zu erklären, dass sie sich hier auf einer Strasse befinden.

Ob ich mir da sicher wäre, will er wissen. Und ob ich der Volvo gewesen wäre, er hätte sich das nämlich gemerkt. "Ich mir auch", sag ich und erkläre ihm, dass an den wenigsten Gehwegen Strassenschilder zu finden sind wie Vorfahrt achten oder Anlieger frei und es sich hier eindeutig um eine Strasse handelt.

Ähem.

Und dass ich es überhaupt nicht leiden kann, wenn ich von der Seite angepäpt werde, nur weil er nicht in der Lage ist, eine Strasse als solche zu erkennen. Außerdem bin ich seiner Kindergruppe damals ausgewichen und bin nicht, wie er behauptet, mitten rein gefahren.

Nach ein paar Versuchen, das Ganze runterzuspielen, ich aber wohl etwas giftig gucke (ich habe noch nie mit so wenig Worten so viel Gift verspritzt), kommt ihm die Idee: Oh, da müsse er sich ja wohl entschuldigen.

Genau. Und ich habe noch einen Grund mehr, warum wir Hannah nicht in diesem Kindergarten anmelden.
13:28 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Mittwoch 10.05.2006
Dieser gelbe Blütenstaub überall nervt.

Letzte Woche Fenster geputzt. Und? Aus den sauberen, klaren Scheiben sind Butzenscheiben in Gelb geworden. Oder wahlweise könnte man es auch riesige Tiffanyfenster nennen.

Gestern das Auto durch die Waschstrasse gefahren, da von der Pfalztour zu viele Leichen auf der Windschutzscheibe klebten. Und? Ich dachte, wir hätten ein schwarzes Auto gekauft, doch nach unserem Ausflug ins Kinderland stand auf meinem Parkplatz ein gelbes Auto, das sich mit meinem Schlüssel öffnen ließ.

Staubputzen? Brauch ich nicht, hab ich gestern. Heute ist Blütenstaubputzen gefragt.

Aber das nervt mich alles nicht, denn meine Augen tränen und den gelben Schimmer sehe ich nur verschwommen. Das nervt. *schief*
18:16 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Dienstag 09.05.2006
Dim Sum

Nachdem die Dim Sum bei Joes Shanghai in Chinatown, NY, so gut geschmeckt haben, wagte ich mich heute mal Zuhause an die kleinen Chinese Dumplings.

400 g Mehl mit 200 ml Wasser und zwei EL Öl zu einem festen Teig verarbeiten. Kaltstellen.

500 g Hackfleisch (am besten vom Schwein) mit einer gehackten Frühlingszwiebel, 1 TL Salz, geriebenem Ingwer (etwa 1 EL) und je 2 EL Sojasauce, Sherry, braunem Zucker und Sesamöl vermengen.

Den Teig dünn ausrollen, in Kreise von ca. 8 cm Durchmesser schneiden, in die Mitte etwas Hackmischung geben und zu Säckchen formen.

Im Wok mit Dampfeinsatz ca. 10 bis 15 Minuten garen oder ca. 8 Minuten in Salzwasser kochen. Wer mit dem Bambuskörbchen arbeitet, sollte es mit Chinakohl auslegen, damit die Teigtaschen nicht anpappen - ist mir nämlich heute passiert. *grumpf* Beim Dämpfen sollte man ebenfalls darauf achten, dass man den Deckel während des Garens nicht anhebt, ausreichend heißes Salzwasser zum Nachgießen bereitsteht und man direkt nach dem Deckelabnehmen die Teigtaschen mit kalter Luft befächert. Das sorgt für den leckeren Glanz!

Dazu passt wunderbar süße Chilisauce, ein Joghurt-Tahini-Dip oder ein Dressing aus einer gehackten Knoblauchzehe und je 3 EL Sherry, Sojasauce und Chiliöl.
20:15 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Hätte ich eine Überschriftfunktion stünde hier wahrscheinlich

"Holiday Park macht Therapeuten arbeitslos".

Ich habe sowas aber nicht, daher geht es einfach so los:

In der Pfalz gibt es nicht nur leckere Weine, sondern auch gute Freunde von uns und den Holiday-Park und am letzten Wochenende haben wir sogar alle drei Punkte unter einen Hut bekommen.

Nachdem Hannah am Freitagmittag immer wieder mit "Wir müssen los!" gedrängelt hat, kamen wir nach drei Stunden Fahrt in Schifferstadt an.

Der Abend lief wie immer: es gab viel zu erzählen, gutes Essen, leckere Weine und viel zu späte Bettruhe.

Trotzdem ging es am Samstagmorgen früh los in den ältesten Freizeitpark Deutschlands. Hannah war komplett begeistert von den vielen Angeboten für Kleinkinder und hat mit so ziemlich jedem Fahrgeschäft mehrfach ihre Runden gedreht.

Aber auch wir Großen kamen nicht zu kurz, denn wer schon einmal im Holiday Park war, weiß, dass das ein einmaliges Erlebnis ist und man sich nach einem Besuch den Gang zum Therapeuten schenken kann.

Warum? Bitteschön:

Das "Balloon Race", eine Attraktion, die man auf gar keinen Fall rückwärts sitzend machen sollte, wenn man am Abend das eine oder andere Fläschchen pfälzer Wein zu viel genossen hat, ist die beste Möglichkeit, dem Alkohol für immer zu entsagen.

Wer die "Tour des Fleures" mitgemacht hat, ist sich sicher, dass der eigene Dealer nur schlechtes Zeug verkauft. Tanzende Blumenkinder, sich immer wieder ergießende Gießkannen und wildes Vogelgezwitscher hinterläßt den dringenden Wunsch, den Planer dieser Bimmelbahnfahrt zu treffen und nach seinen Wunderpillen zu fragen.

Der "Tanzende Pavillion" hingegen ist eine fast religiöse Erfahrung. Während man still und demütig vor der kniehohen Absperrung steht und darauf wartet, dass sich die Elektroschwingtore in Zeitlupe öffnen, wird man von einer meditativen Ruhe durchströmt, die während der Fahrt noch zunimmt. Mit eindudelnder Walzermelodie wird der Fahrgast in sanfte Rotation versetzt und fragt sich die ganze Zeit, ob die Dame am Kontrolltresen wohl satanistische Musik auf ihren Kopfhörern hat, während sie unschuldig in der Gala blättert.

Flugangst wird im Flugsimulator "City Jets" bekämpft. Nachdem man den Steuerknüppel verstanden und ein paar ruppelige Hüpfer am Anfang überstanden hat, steht dem Flugvergnügen nichts mehr im Weg. Die Landung ist immer sicher, denn egal was man macht, der nette Herr am Reglerpult holt einen wieder runter.

Die "Kanalfahrt Anno Tobak" ersetzt locker eine Hypnosestunde mit Rebirthing. Die Optik versetzt jeden Teilnehmer, egal welchen Alters zurück in seine Kindheit. Wer hier nicht seine eigene Kindheit nocheinmal durchlebt, kann es nur noch mit Brauner Bär bis zum Bauchweh versuchen.

"Expedition Ge-Force" ist für Adrenalinjunkies wohl ebenso zu empfehlen wie der 70 Meter hohe "Free Fall Tower", beides im Wechsel und möglichst mehrfach am Tag, läßt auch S-Bahn-Surfers Herz höher schlagen.

Den Free Fall Tower haben wir wegen massiver Höhenangst und absoluter Schissigkeit einfach mal links liegen lassen (Holgers Arbeitskollegin wäre wahrscheinlich zwischen den Fahrten gar nicht ausgestiegen und wir hätten sie am Abend einfach dort wieder abholen können...) und am legendären Super Wirbel wollte Hannah nicht auf uns warten, so dass wir weiter zu den City Jets gegangen sind, die unsere Kleine absolut begeistert haben (auch wenn sie eigentlich erst ab 3 Jahren erlaubt waren, aber *pst*, schließlich saß sie darin nicht alleine!).

Für Leute mit Waschzwang sind die "Teufelsfässer" gedacht. Die erste Runde ist zum Einweichen, die zweite macht man nach dem Einseifen und das Ganze kann man bei Bedarf mehrfach wiederholen. Aber auch sozial gestörte Menschen werden hier besonders intensiv bedacht, denn schon in der Warteschlange wird die Durchsage "Bitte die Boote immer mit sechs Personen besetzen" in mehreren Sprachen wiederholt.

Uns hat es dort so erwischt, dass unser Bekannter ab dort oben ohne durch den Park marschierte, Holger sich ein Holiday Park T-Shirt kaufte und ich froh war, in weiser Voraussicht eine kurze Hose und ein Ersatz-T-Shirt eingepackt zu haben.

Zum Schluß haben wir uns noch die "Crocodile Diana Show" angesehen, da Hannah den ganzen Tag Krokodillieder ("Das große Krokodil wohnt am Nil und frisst sooo viel!") singt und die Männer noch ein bißchen was zu gucken haben mussten.

Außerdem lässt sich dort herrlich eine Arachnophobie ablegen. Wer eine halbnackte Frau mit Tausendfüssler, Skorpion, Schlangen, Krokodilen und Vogelspinnen kuscheln sah, braucht vor Schnaken und Hausspinnen nun wirklich nicht mehr auf den Tisch zu hüpfen.

Der Tag wäre wirklich super gewesen, hätte Hannah nicht am Abend mit einer Mittelohrentzündung flach gelegen und nach Zwiebelsäckchen verlangt. Also sind wir am Sonntag nach Speyer zum Kindernotdienst und erst dann mit Weingellee, Sonnenbrand und einem schönen Wochenende hinter uns wieder nach Hause gefahren.

Das wird - ohne die Mittelohrentzündung - auf jeden Fall wiederholt!
16:18 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Freitag 05.05.2006
Vielleicht ist heute mein Glückstag - ich hab nämlich todesverachtend einen Lottoschein abgegeben und das bloß, weil mein Programm zur Wahrnehmungsförderung bei einer Kindergartenleiterin positiv angekommen ist und sie es auch den Leitern der anderen Einrichtungen vorstellen möchte. In zwei Wochen darf mich das Team löchern und dann kann ich zunächst ehrenamtlich einen Probeballon starten! *freu*
10:51 Uhr | kommentieren | Dies und Das

Donnerstag 04.05.2006
Herrlicher Tag - kurz und knapp:

Sonnenschein

Ein "Ausflug" in ein überfülltes Schuhgeschäft, trotzdem haben wir sofort eine Verkäuferin zur Beratung zur Hand und an der Kasse nur zwei statt 200 Leute vor uns.

Danach über Umwege durch eine schöne Landschaft, zwei Ruhrgebietsstädte und ein Parkhaus gefahren (ok, der letzte Punkt war ärgerlich und überflüssig), um dann doch über die Autobahn zum Einkaufszentrum zu fahren.

Dort angekommen, landen wir nicht in dem Laden, in den wir eigentlich wollen, bekommen aber trotzdem schöne neue Klamotten und bestellen zum Schluß ein Spaghetti-Eis mit zwei Löffeln.

Zuhause die neuen Sandalen stolz vorgeführt, die neuen Klammotten für den Ausflug in die Pfalz gewaschen und im Garten aufgehängt, Probeliegen im Reisebett und gleich eine Riesenportion Chili con Carne!

Shopping Tour mit Hannah - herrlich!
16:55 Uhr | 3 Kommentare | Dies und Das


Dienstag 02.05.2006
10 Uhr Röntgenabteilung, Termin zur Phlebographie.

Ich sitze also leicht nervös auf der Röntgenpritsche, den Blick auf zwei Pferdespritzen mit je 50 ml Flüssigkeit gerichtet und warte darauf, dass der Doc endlich einen Zugang in meinem Fuß findet. "Der unangenehmste Part", meint die freundliche Schwester neben mir.

Aber leider habe ich so dünne Venen, dass es ihm auch im zweiten Anlauf nicht gelingt und ich mit zwei Nadeln im Fußrücken dasitze und hoffe, dass ich trotzdem mit einer Diagnose nach Hause gehen kann.

Der Doc zu meinen Füßen, naja zu meinem Fuß, teilt mir dann mit, dass er noch einmal eine Sono machen, also per Ultraschall nach einer Thrombose suchen will. Schließlich ist es oft so, dass sich nach ein paar Tagen eine Vene, die man zuerst nicht richtig darstellen konnte, zeigt wie ein Exhibitionist.

Und genauso ist es dann auch. Der Doc schallt meinen rechten Unterschenkel ab, verweilt in der Kniekehle und kommt letztendlich zu dem Schluß, dass ich keine Thrombose habe. Er schreibt das auch auf einen Diagnosebogen für meinen Hausarzt, drückt mir noch die Ergebnisse der Blutwerte vom Donnerstag in die Hand (zu viele Leukozyten - vielleicht eine Entzündung des Muskels und kein eingeklemmter Nerv?) und schickt mich gut gelaunt nach Hause.

Ich unterhalte mich noch mit Schwester Carmen, ärgere mich etwas darüber, dass ich den fiesesten Teil der Phlebo mitmachen musste und bin unendlich erleichtert, dass ich mir nun keine Thrombosespritzen mehr setzen muss und bis auf einen eingeklemmten Nerv wohl alles in Ordnung sein dürfte.

Hatte ich mir ja auch schon fast so gedacht...
14:26 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Montag 01.05.2006
Hannah rast gerade durch die Küche und erklärt Holger:

"Tomm, Papa! Wir müssen jetzt ins Tinderzimmer und Sauseschritt hören. Die Mama tann nicht mit, Mama schreibt gerade im Internet!"
16:04 Uhr | kommentieren | Kindermund


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